letztens ist mir eine Frage zum Routing an Kreuzungen gekommen.
Oftmals ist es ja so, dass es an größeren Kreuzungen mit Ampeln beispielsweise auf der Rechtsabbiegerspur zum Stau kommt, aber geradeaus oder nach links ist es halbwegs frei. Ist das Routing von Waze eigentlich so intelligent und erkennt, dass User, die nach rechts abbiegen länger brauchen, als welche, die nach links/geradeaus fahren und bezieht das mit ins Routing/ETA?
Sicherlich wäre die Analyse dafür sehr aufwenig und fehlerbehaftet, aber vielleicht weiß jemand dazu was Genaueres.
ja, das soll eigentlich die funktionierende Funktion der Kreuzungsbox sein :roll: . Wie du schreibst ist es ziemlich komplex und sie müssen die Box immer wieder rausnehmen aufgrund von Bug´s.
Deswegen installieren wir die auch nicht, zerstört dann das Routing komplett…
Sry aber das stimmt so nicht ganz.
Jedes Segment hat 3 Durchfahrtszeiten gespeichert (links, rechts und geradeaus wenn dementsprechend vorhanden)
Waze weiß sehr wohl ob du nun auf der Rechtsabbiegespur im Stau stehst (vorausgesetzt ist eine aktive Navigation) oder ob geradeaus weiter ein Stau ist.
Gut zu erkennen hier an den Screenshots:
Nach rechts
Nach Links
Geradeaus
eingeschränkt hast Du Recht - Waze kennt verschiedene Geschwindigkeiten. Für die Berechnung werden aber nur die letzten Meter der Segmente gemessen, nicht die ganze Länge. Wenn Straßen also lange parallel verlaufende Abbiegespuren enthalten, dann wird die Berechnung durch das Einziehen von Junction Boxes deutlich verbessert. O-Ton Staff und einer der Gründe, warum die Junction Box erfunden wurde.
Quelle: Mapsir im Beitrag zur Einführung der Junction Box.
das ist der Nachteil von zu viel Scr… man verlässt sich drauf. Hab das nicht installiert weil es keinen echten Nutzen bringt, die Werte sind irgendwie generiert, aber nicht mit tatsächlichen Daten von Waze. Damit lassen sich auch keine Routingfehler erklären bzw. verklären den Blick auf die wesentlichen oder wahren Dinge. Waze bringt also eine hochkomplexe Box raus die sie kaum zum laufen bringen obwohl die Daten also alle vorliegen und man diese somit nutzen könnte?.. Die angezeigten Speeds sind generierte Durchschnittsgeschwindigkeiten die je nach Route different sind, aber keine belastbaren Daten, einfach nur eine Anzeige der man nicht vertrauen kann.
Thomas Aussage entspricht der historischen Erfahrung und den aktuellen Aussagen in den beschränkten Betagruppen. Was man dort besser weiß, darf man (noch) nicht in’s Wiki schreiben.
Der Link sah auf den ersten Blick interessanter aus, als er letztendlich war. Der Wikibeitrag ist gespickt mit Vermutungen, Annahmen und Spekulationen, ich bin also nicht wirklich viel schlauer geworden.
Es leuchtet mir ein, dass klare Informationen zu diesem Thema von Waze nicht veröffentlicht werden, aber hier zeigen sich deutlich die Grenzen von Reverse Engineering…
Ich habe die Box so verstanden, dass man damit das Problem des rechten Bildes aus meinem link bei komplexen Kreuzungen gelöst kriegt (und (nicht) erlaubte Abbiegevorgänge besser setzen kann). Bei einer einfach T-Kreuzung braucht man ja keine Box.
Das Hauptziel der Box laut Staff ist es, die ETA-Berechnung zu verbessern, eben weil Waze noch Optimierungsmöglichkeiten bei der Berechnung der Durchfahrtzeiten mit verschiedenen Zielrichtungen sieht.
Daneben dient sie auch dazu, die Routingalternativen in einer großen Kreuzung zu steuern, das ist aber eher ein Kollateralschaden.
Wie gesagt: Der Wikiartikel ist recht allgemein gehalten und ist nicht falsch, in der Reichweite seiner Aussagen aber begrenzt. Es gibt eine Erfassung der sog. Transitiontime, also der Geschwindigkeit an den Segmentenden in Abhängigkeit vom Zielsegment, die aber laut Staffaussage nur die letzten Enden der Segmente abdeckt. Wie zügig Du am Anfang und in der Mitte eines Segmentes warst, wird nicht nach Zielsegment getrennt bewertet, die Daten aller Fahrspuren fließen in einen gemittelten Wert für das Segment ein.