Verbot für Fahrzeuge aller Art

Hallo zusammen,

ich habe in meinem Gebiet eine etwas merkwürdige Straße gefunden.

Die Einfahrt in diese Straße ist an Punkt A nicht erlaubt, da dort ein Schild “Verbot für Fahrzeuge aller Art” und “Anlieger frei” steht. Daher könnte man zunächst die Abbiegeerlaubnis rausnehmen. Mit der Annahme, dass “Anlieger” dort ja dann trotzdem reinfahren würden. Allerdings ist das Routing dann natürlich anders. Ggf. mit einem kleinen Umweg, denn von der anderen Seite aus, also Punkt B, ist die Einfahrt erlaubt. Es handelt sich nicht um eine Einbahnstraße.

:?: Abbiegen erlauben?
:?: Abbiegen verbieten?
:?: Privatstraße einrichten?

Was kommt hier infrage?

Viele Grüße

Hi,

Hier ist ein ähnliches Beispiel:
https://www.waze.com/de/editor/?env=row&lon=8.66645&lat=50.19081&zoom=6&venueFilter=2&lo%20…%20ueFilter=0&segments=72889405

so sollte es dann funktionieren.

VG
Peter

Ich verstehe noch nicht ganz: Dürfen Anlieger denn trotzdem reinfahren? Oder ist dort auch für sie gesperrt, sie tuen es aber trotzdem und Du möchtest das in Waze nachstellen?

Ciao,

Detlev

“Anlieger frei” ist per Schild erlaubt.

Ist sie dann tatsächlich als Einbahnstraße zu kennzeichnen? So werde ich aus der Straße heraus ja in jedem Fall Richtung Punkt A geroutet, obwohl es Richtung Punkt B schneller (und ja auch erlaubt) wäre.

https://www.waze.com/forum/viewtopic.php?f=86&t=106124

Wie bereits im verlinkten Thread angemerkt, verhindert diese Lösung lediglich die Erzeugung von Fehlermeldungen bei Einfahrt über das als “Privatstraße” markierte Segment.
Das Routing wird aber immer über eine andere Strecke erfolgen, wenn das Ziel nicht auch auf diesem kurzen Stück liegt und es eine Möglichkeit gibt, das dahinter liegende “normale” Segment auch auf anderem Wege (außen herum) zu erreichen. Oder wird bei derartigen kurzen Segmenten das Penalty ignoriert oder geringer bewertet, wenn das Ziel nur dicht genug dahinter liegt? Ansonsten hätten auf rot gesetzte Abbiegungen den absolut gleichen Effekt.

Zwei Einbahnstraßen, von denen eine als Privatstraße gekennzeichnet ist, sind aber bei genauerer Betrachtung auch keine Lösung: angenommen, es werden Haunummern hinzugefügt, abhängig davon, welchem der beiden Segmente diese zugeordnet werden, erfolgt dann das Routing zu jeweils diesem Segment abhängig von dessen Fahrtrichtung, nicht aber abhängig vom Startpunkt der Navigation, also der Richtung, aus der ein Fahrer kommt.
Ginge es nur um Hausnummern, ließe sich mit einem zwischen den beiden 1-Way-Segmenten (eines normal, eines privat) liegenden Fußweg, dem dann alle Hausmummern zugeordnet werden, ein (zugegeben sehr schlechter und deshalb nict zu verwendender!) Workaround basteln. Aber das funktioniert ebensowenig wie die beiden 1-Way, wenn zum Beispiel in der App nur auf die Straße als Ziel getippt wird oder es beiderseits POI gibt, wo dann wieder zum nächstgelegenen Segment geroutet wird.

Egal, wie man das Problem auch angeht, derzeit gibt es keine funktionierende Lösung: entweder wird zu allen Zielen hinter dem privaten Segment außen herum geroutet, wenn es eine Möglichkeit gibt oder man fährt ohne eingeschaltete Navigation durch, wenn man sich für einen Anleger hält (der Fahrer sieht den Eintrag als Privatstraße ja nicht unbedingt.)

Abhilfe könnte da ein 2-Way-Segment schaffen, dessen eine Richtung als “privat” markiert wird, aber derartige Segmente lassen sich im WME nicht erstellen.

Momentan gibt es also nur diese beiden Lösungsansätze: entweder die von Thomas verlinkte Lösung oder ein völliges Ignorieren der Beschilderung. Im ersten Fall wird immer außen herum geroutet und ein Fahrer setzt deshalb einen UR ab, im zweiten Fall kommt der UR aus dem Grund, weil der Fahrer plötzlich feststellt, dass er der Route nicht folgen darf.

Wer sich das genauer ansehen will, dem sei hier der Link empfohlen, an dem die Lösung von Thomas zu finden ist:
https://www.waze.com/editor/?env=row&lon=12.09945&lat=54.08405&layers=389&zoom=8&segments=261480529
Und dann bitte in der Live Map mal eine Route von links (Schillingallee) nach rechts (Ernst-Heydemann-Straße) und ãuch umgekehrt erstellen:
https://www.waze.com/livemap?lon=12.10112&lat=54.08414&zoom=17

Johnny

Man muss klar differenzieren: das durchrouten wird von der Seite unterbunden. Eine Einfahrt außen rum vorgeschlagen, was korrekt und legal ist. Wenn das Ziel innerhalb einer privaten ist wird auch reingeroutet, was auch wieder korrekt ist. Ein roter Pfeil ist immer falsch weil nicht real und Fehler provozierend.

Hausnummern kann man auch im gewissen Rahmen so schieben das es passt.

Ich denke alle Eventualitäten lassen sich auch nicht abbilden, ist auch immer individuell…

Gruß Thomas

Ich bezog mich aufs Routing - dadurch, dass eine andere Route möglich ist, wird das Stück Privatstraße vermieden, diese verhindert aber im Gegensatz zum roten Pfeil wie schon gesagt die Fehlermeldung. Aber durch diie Kürze des verwendeten Segments ist es auch unwahrscheinlich, dass das Ziel innerhalb des als “privat” gekennzeichneten Abschnittes liegt, das Routing wird also fast immer auch außen herum erfolgen.

Welche Erfahrungen gibt es dazu eigentlich in der Vergangenheit, gab es Anwender, die derartige Lösungen bemängelt haben? An der konkreten Stelle wahrscheinlich eher nicht, aber generell? Wurde schon einmal eine derartige Lösung an einer Stelle wieder verworfen?

Johnny

Ich vermute nicht. Es wird so editiert weil es natürlich problemlösend ist und auch logisch. Das aber meine ich mit "wir können nicht alles abbilden ", würde sich halt aus der Praxis ergeben. Dafür gibt es aber zuviele Unwägbarkeiten die erst nach einem Problem auftauchen und für jeden Fall unterschiedlich sein können.

Logisch ja, aber es ist nicht die Lösung des Problems, es kommt einer (hier leider un-)möglichen Lösung nur am nähsten.

Also wie gehabt, jeweilige Problemstellung analysieren und, wenn es keine allumfassende Lösung gibt, dann überlegen, wie eine Lösung aussehen könnte, die den meisten Gegebenheiten korrekt Rechnung trägt. :slight_smile:

Die von Thomas hier referenzierte Lösung in Rostock, geht auf UR’s zurück und ist dort problemlösend. Erlaubt sind lediglich Rettungswagen, weil in der Straße Klinikzufahrten liegen, und noch irgendein (unwichtiges) Ziel, dass in Waze nicht als POI hinterlegt ist.
Rote Pfeile würden hier definitiv zu Fehlern führen, weil die Beschilderung hier viele Male täglich ignoriert wird. Auf der anderen Seite würde ich es gern vermeiden Wazer zum Ignorieren zu verführen, da das Stadtsäckel hier auch regelmäßig gefüllt wird.
Ich halte es tatsächlich für eine individuelle, an dieser Stelle sehr gut funktionierende Lösung. In anderen Situationen ist die Lösung mit zwei gegenläufigen Einbahnstraßen ggf. sinnvoller.

Gruß Torsten

PS: Übrigens gab es keine diesbezüglichen UR’s mehr, seit dem diese Stelle so gemappt ist.

In Hannover kenne ich derzeit zwei Straßen, die in eine Richtung eine Anliegerstraße darstellen und in die andere Richtung offen für alle sind.

Die erste ist diese hier. Die Guerickestraße ist von der Klingerstraße kommend nur für Anlieger frei. In die andere Richtung darf sie von jedermann durchquert werden. In der Vergangenheit habe ich an der Straße schon alle hier genannten Umsetzungsmöglichkeiten gesehen. Vom roten Pfeil (sicher die schlechteste Wahl), über zwei kurze Einbahnstücke wie in Rostock bis zu zwei langen Einbahnstücken und auch komplett als Privatstraße. Aktuell wird dort das Durchfahrtsverbot gar nicht mehr abgebildet.

Eine perfekte Lösung gibt es nicht:

  • Der rote Pfeil erzeugt Kartenfehler und lässt auch Anlieger nicht in die Straße.
  • Zwei kurze Einbahnen verhindern Kartenfehler, lassen aber auch keine Anlieger in die Straße.
  • Zwei lange Einbahnen lassen Anlieger theoretisch in die Straße, führen aber zu unsauberem Routing, wenn das Ziel auf der falschen Straßenseite liegt (siehe dazu auch mein zweites Beispiel weiter unten)

Die aktuelle Lösung (gar keine Hinterlegung der Sperre), die ein CM vor über einem Jahr dort angelegt hat, finde ich im Kern zwar unglücklich, weil es eben vorkommen kann, dass Waze einen verbotenerweise durch die Anliegerstraße lotst, in der Praxis (ich fahre da selbst fast täglich vorbei) ist mir das aber noch nicht passiert, und es gab an der Stelle seitdem auch keinen UR mehr.

Das zweite Beispiel hat der lokale AM just heute Vormittag entfernt, aber auf der Live-Map ist es noch sichtbar.
Unbenannt.PNG
Die Tiergartenstraße war bis zum Wochenende baustellenbedingt monatelang in Fahrtrichtung Osten eine Anliegerstraße. Die Straße wurde daher hier in Waze in zwei Einbahnstraßen aufgeteilt; die nach Osten führende Straße wurde dabei als Privatstraße angelegt. Das führte für mich plötzlich zu aberwitzigem Routing: Ich fahre einmal die Woche aus Westen kommend zum Birkenhof Wohnstift (oben im Bild auch als POI zu sehen). Da der aber für mich auf der linken Seite liegt und somit für Waze an dem nördlichen Einbahnsegment, ich aber auf dem südlichen Einbahnsegment unterwegs war, hat Waze mich mit 5 Minuten Umweg erst umständlich versucht, auf die Gegenfahrbahn zu navigieren. Teilweise hatte ich auch Routing, das mich ganz anders durch die Stadt führte, so dass ich gleich aus Osten kommend in die Tiergartenstraße fahren sollte (aber auch mit >5 Minuten länger als normal wären).

Eine allgemein gültige, gute Lösung gibt es für das Problem in Waze aktuell nicht. Man kann nur individuell schauen, was jeweils am besten besten. Und oft wird man ein Nachteil einfach hinnehmen müssen.

Ich denke schon seit Tagen über dieses Problem nach und habe noch eine andere Idee, die ich gern zur Diskussion stellen würde:

Ich gehe dabei davon aus, dass jemnd zu einem unbekannten Ziel navigiert und das Ziel in einer Straße liegt, deren näher liegendes Ende mit “Einfahrt verboten/Anlieger frei” ausgeschildert ist, also wie gehabt. Die Lösung von Thomas verhindert die Einfahrt an dieser Seite mit einem kurzen Stück 1-Way, das als Privatstraße gekennzeichnet ist, das Routing zum Ziel wird also immer von der anderen Seite aus erfolgen und eine Route durch die Straße gibt es auch nur von der anderen Seite her.

Was aber passiert, wenn statt der Einfahrt an der “verbotenen” Seite die Ausfahrt am gegenüberliegenden Ende mit einer kurzen privaten 1-Way versehen wird? Ein Routing komplett durch die Straße in die falsche Richtung sollte immer noch ausgeschlossen sein, aber ein Ziel in der Straße müsste dann doch auf dem jeweils kürzesten Weg erreicht werden?
Klar, beim Start in so einer Straße sollte Waze dann eine Route in Richtung der “normalen” Durchfahrt oder gegebenenfalls zuerst auch ein Wenden vorschlagen. Aber ist das nicht der geringere Nachteil in Hinsicht auf eine im Wortsinne “zielführende” Navigation?
Echte Ortskundige werden diese erste Angabe wahrscheinlich ignorieren, beim Start braucht Waze eh immer einen Moment, bis die tatsächliche Fahrtrichtung ermittelt (und die Route eventuell neu berechnet) wird und selbst ein Fremder mag unter Umständen erstmal weiter in der Richtung losfahren, in die er bei Ankunft in der Straße eingefahren ist.

Bin ich auf dem Holzweg?

Johnny

Hallo Johnny,

das Thema hat mich auch beschäftigt. Zwangsläufig kommt man dann auch auf Deinen Gedanken, die Privatstraße am Ende der Straße einzupflegen(Mit zwei Einbahnstraßen).Für mich hört sich das schlüssig an.

VG
Peter