[Deutschland] Änderungen zu Eisenbahnstrecken

Im Wiki ist aktualisiert worden, wie Eisenbahnstrecken einzutragen sind:

Vorher stand dort, dass Eisenbahnstrecken sowohl einen Ortseintrag als auch den Namen der Strecke als Straßenname erhalten sollen.

Einen Eintrag des Ortsnamen hat sich als unzweckmäßig erwiesen, da Eisenbahnstrecken dadurch zahlreiche zusätzliche Nodes an den Gemeindegrenzen benötigen würden.

Der Eintrag eines Strecken-Namens (als Straßenname) hilft dem Wazer ebenfalls nicht weiter, da er den in der App angezeigten Namen mit nichts in der Realität abgleichen könnte (anders als bei Namen richtiger Straßen).

Bitte berücksichtigt diese Änderung ab sofort beim Mappen. Bitte bedenkt auch, dass Bahnstrecken höchstens indirekt bei der Orientierung helfen. Das Mappen derselben genießt also weiterhin keine besonders hohe Priorität.

Ähm, naive Frage meinerseits dazu:

Aus welchem Grund legt Ihr das in Deutschland zumindest hinsichtlich Ebene (sollte der tatsächlichen entsprechen) und hinsichtlich Kreuzungen mit Straßen (hier sollten junctions angelegt werden) entgegen den ausdrücklichen Vorgaben des Waze HQ fest?

Bzgl City-Eintrag (einzutragen) und Richtung (auf none) weiß ich jetzt nicht, ob das auch eine HQ-Vorgabe war oder nur das ist, was sich eigentlich logisch zwingend ergibt.

Vorgaben hin oder her, Railroads haben weder einen Nutzen noch eine Funktion. Bis das Gegenteil kommt haben wir die gängige Praxis zb. mit der Ebene -5 weiterhin festgelegt, was spricht dagegen?

City-Eintrag ist auch lt. INTL Wiki nicht vorzunehmen (Smudges), unbekannte Richtungen gibts nicht, also nie :slight_smile:

Naive Gegenfrage: INTL Wiki gibt Lock 2 vor, warum steht in A ein 5er Lock?

Die Funktion von junctions ist (wie ich Dir vermutlich nicht erklären muß), die Durchfahrtszeit vor und nach dem Eisenbahnübergang korrekt zu erfassen. Deswegen kam auch vom Staff die Mitteilung, dass junctions zu machen sind und dementsprechend auch die Elevation korrekt zu setzen ist.

Weiß nicht mehr, ob das letztes Jahr in Erding war oder in London (beim beta-meetup), aber Euch ist die Vorgabe offenbar auch bekannt und Ihr habt Euch dagegen entschieden, deswegen meine ganz neutrale Frage, aus welchen Gründen (da ich davon ausgehe, dass Waze sich etwas dabei gedacht hat, wenn Waze Vorgaben macht, dass junctions gemacht werden sollen…).
Wenn Ihr hier sagt, Ihr sch… auf Waze Vorgaben und macht wie Ihr wollt, dann ist das auch eine Aussage, mir persönlich ist das ja egal, aber es gibt keinen Grund, wegen einer Frage jetzt auf mich angefressen zu sein. Auf meine Frage hab ich damit auch noch keine Antwort sondern nur eine Gegenfrage gehört…

Du argumentierst gegen Dich selber. Smudges werden durch die City-Benennung von Bahnstrecken gerade reduziert, nicht erhöht. Mehr Segmente mit benannter city führen zu einer exakteren Gemeindegrenze, die der tatsächlichen Form näher kommt. Smudged cities werden so aber gerade reduziert. Das dürfte auch der Hauptgrund gewesen sein, warum in AT die city einzutragen ist, außerdem geht das mit dem Grundsatz konform, dass die city überall (außer AB) einzutragen ist. Für die Form der Gemeindepolygone helfen die Bahnstrecken auch oft sehr gut.

Auf einem non-drivable Segment wie einer Eisenbahn erscheint mir direction unknown (so wie auf allen anderen non-drivable) irgendwie logisch. Auf einem Fußweg zB fahren auch selten (erlaubterweise) Autos.

Damit wende Dich bitte an jemanden, der das damals (vor Jahren, weit vor meiner Zeit) festgelegt hat. Ich habe da kein Problem, Festlegungen, auch wenn ich sie nicht mitbestimmt habe, zu akzeptieren. Ein Hinterfragen ist natürlich immer gut, aber einfach bewusst dagegen handeln, ohne einen Grund dafür zu haben, kann ich nicht ganz nachvollziehen.

Um Deine Frage zu beantworten.
Mir wurde gerade erklärt, dass das aus 2012 stammt, damals sollten - wie uns allen bekannt ist - keine Straßen an RR angeschlossen werden, weil waze über alles geroutet hat. Außerdem war damals der Stand, dass RR nie nie nie in der Karte auftauchen sollten.

Nachdem RR damals für nichts zu gebrauchen waren, wurde L5/elevation -5 festgelegt.

Eine Änderung des lockslevels könnte man ja mal überdenken.
Da sich die Verhältnisse im letzten Jahr nunmal geändert haben…

Das ist ein interessanter Aspekt.

Das Problem für die alten Hasen ist dass sie Waze aus einer Zeit kennen wo Wahrheiten aus Reverse Engeneering entstanden und Aussagen vom Staff sich leider nicht selten als falsch erwiesen. Zu dieser Zeit ist dann auch das Penalty-Prinzip entstanden.

Von daher kann ich die Skepsis bei Bahnübergängen verstehen.

Ich verstehe und teile deine Skepsis.
Aber der Waze’sche routingexperte Yigal hat’s beim meetup in London versprochen.

Seit dem Treffen habe ich (und wir in AT) das so umgesetzt und bisher noch keine Probleme damit gehabt.
Es scheint also zu stimmen!

Ein paar Erläuterungen von meiner Seite, wie es zu den Vorgaben für Deutschland kam:

Wir deutschen CMs sind mehrheitlich weiterhin der Meinung, dass das (Ein-)Pflegen von Bahnstrecken in der Waze-Karte eines der Dinge mit niegrigster Priorität ist. Von daher sind die Vorgaben von dem Ziel geprägt, möglichst wenig (Änderungs-)Arbeit in Bahnstrecken zu stecken.

Weiterhin haben wir vorab im Team nachgeschlagen und diskutiert, wie der aktuelle Stand des intl. Wikis bezüglich Bahnstrecken ist. Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass es dazu aktuelle keine international gültige Seite (mehr?) gibt. Das intl. Wiki zu Straßen-Typen endet auf dieser Seite mit Links zu nationalen Seiten. Die Wiki-Seite Railroad (ist eine Weiterleitungs-Seite) gilt nur für die USA (steht so ganz oben auf der Seite), auch wenn die URL das nicht andeutet.

Wir haben auch nach Hinweisen gesucht, ob irgendwo in der Waze-Welt eine Erfahrung berichtet wurde, dass das Einfügen von Kreuzungen bei Bahnübergängen irgendwelche konkreten Vorteile bringt (in der Praxis, nicht nur in der Theorie). Eine Feststellung, dass eingepflegte Bahnübergänge keine Nachteile gebracht haben, genügt uns dazu nicht (denn wozu eine Massen-Änderung, welche die Situation nicht spür- und belegbar verbessert). Wir haben solche Hinweise nicht gefunden, daher gab es die Entscheidung, dieser Empfehlung - wie sie Yigal auf dem Treffen in London formuliert hat - (zum jetzigen Zeitpunkt) nicht zu folgen.

Bei der Frage, welche Richtungsangabe (unknown, twoway) Bahnstrecken erhalten, hatte ich auf die Schnelle versucht herauszufinden, wie die bisher vorhandenen Bahnstrecken gemappt sind (wieder um den Änderungsaufwand gering zu halten). Bei der damaligen Stichprobe war ich zu dem Schluss gekommen, dass sie mehrheitlich auf twoway stehen. Nach dem sanften Protest über diese Entscheidung :wink: habe ich nun nochmal nachgesehen, und stimme zu, dass auch viele (vielleicht sogar mehr) auf unknown stehen. Außerdem wäre es konsequent, Bahnstrecken analog zu Fußwegen zu behandeln (als nicht-befahrbar, also unknown). Sollten wir hier kurz diskutieren und dann ggf. im Wiki wieder ändern.

Zu dem oneway/twoway-Thema:
Da dort kein wazer drüber fährt, ist es aus technischer Sicht total egal.
Aus Editoren-Sicht bevorzuge ich twoway, da diverse Erweiterungen dann nix zu meckern haben = nicht ablenken und Zeit sparen.
Wenn jemand meint, dass das Ändern auf twoway Zeit kostet: darüber würde sogar mein Vater im Rentneralter lachen.

:wink:

Das entscheidende ist ja, wie lange man für eine Strecke braucht und ob eine Alternativroute schneller ist. Vor einem Bahnübergang ändert sich die Durchfahrtszeit wiederholt kurzfristig von Stau auf normal und andersrum.

Vorschlag:
Wenn man Bahnübergänge und Klappbrücken eintragen könnte, dann könnte Waze merken, dass man vor einem Bahnübergang steht und fragen “Ist der Bahnübergang geschlossen?” Wenn man weiterfährt, merkt Waze, das der Bahnübergang wieder frei, bzw. die Brücke wieder unten ist. So könnten andere Wazer mit gleicher Route sinnvoll informiert werden.

Klingt gut, würde aber geschätzt 202x implementiert werden. g

Spinnen wir das ganze mal weiter und Waze implementiert die Bahnfahrten um anzuzeigen, wann ne Bahnschranke schließt. Das ganze selbstredend mit Liveverspätungen :lol:
Hach, ich kann das Jahr 2080 gar nicht abwarten :wink:

Ist ja nicht so das waze das nicht heute schon merkt oder weiß, die Geschwindigkeiten auf den Segmenten geben es ja her. Was noch kommt mit Bahnstrecken wird sich zeigen, aktuell behandel ich das eher stiefmütterlich bis gar nicht weil nicht relevant.

Das Thema “Fahrtrichtung” haben wir vor Urzeiten schon mal diskutiert, und ich habe dazu über den GC-Channel noch eine Rückversicherung eingeholt:

Die bisherige DE-Praxis, dass wir Railroad auf “unknown” setzen wird vom Staff ausdrücklich mitgetragen. Es gibt zu diesem Thema keine Vorgabe. In DE haben wir uns schon vor langem darauf geeinigt, dass alles wo kein Kraftfahrzeug fahren darf auf “unknown” gesetzt wird, und dadrunter fällt nun mal auch Railroad. Die einzige Ausnahme die ich bisher gesehen habe war in einem James-Bond aus den 80ern, und auch da schien es mir nicht StVO-konform zu sein. Nur für Doppel-Null-Agenten erlaubt :wink:

Ciao,

Detlev

Ausnahme ist auf vielfachen Wunsch der Sylt-Shuttle. :lol:

Den darfste sogar ohne Doppel-Null benutzen :slight_smile:

Wenn man den nicht zulässt, kämen wir allerdings zu folgendem irrwitzigen Ergebnis:

Von DE aus würde Waze dann keine Verbindung nach Sylt kennen. Von Dänemark aus führt dagegen eine Fähre nach Sylt, die korrektermaßen eingetragen werden dürfte. Im Ergebnis würde die Strecke Hamburg-Sylt dann über Dänemark führen. Meine Bitte wäre dann: Bring mir doch auf dem Rückwirk bitte aus Dänemark einen Weber Summit E-670 mit, die sind in Dänemark echt günstig. Am liebsten in Kupfer, aber schwarz oder grau sind auch ok, je nachdem was da ist :slight_smile: