Hmm, wo fang ich da jetzt an, vielleicht mal so: die Argumentation erinnert mich an meine Anfänge vor einem Jahr, als ich mit em Editieren angefangen hab. Damals kamen mir auch einige Regelungen in der Wiki sinnlos oder zumindest unpraktisch vor (bei einigen ist das bis heute so geblieben
). Ich hatte - gelinde gesagt - manchmal das Gefühl “Die wissen da ja gar nicht, was sie da tun und ich krempel mal fix den Laden um, dann läuft das alles viel besser” 
Ich hab dann allerdings immer wieder lernen müssen, dass die Regeln in der Wiki durchaus durchdacht sind und das gerade die Ausnahmeregelungen oftmals aus Erfahrungen heraus hinzugefügt wurden, die ich noch nicht gemacht hatte. Oder aber, weil andere Editoren, andere Client-Nutzer oder andere Länder andere Herangehensweisen haben als ich. Waze wird a) von einer Firma entwickelt, bei der wir nur ein Land unter vielen sind und b) die Karte ist nun ein Community-Projekt, da läuft nicht immer alles so, wie ICH das gerne hätte.
Warum nun die Ausnahmen bei den Fußwegen, warum sind benannte Fußwege etwas anderes als ein Fußweg im Park? Waze bekommt ja seine Ziel-Koordinaten beim Routing von Google, heißt, er findet auch Straßen und Wege, die in unserer Karte nicht hinterlegt sind. Wenn dies passiert, sucht sich Waze einen Punkt auf einer befahrbaren Straße, der vom Abstand her am nächsten an den Koordinaten dran ist. Ich hatte letztens selber so eine Situation, wo mich das Routing in eine Straße geführt und vor einer Häuserzeile der - falschen - Straße abgesetzt hat. Der Waze-Client zeigte die von mir eingegebene Straße überhaupt nicht an. Wie ich nach einem Blick in eine andere Karten-App feststellen musste, war die von mir eingegebene Straße ein reiner Fußweg, der parallel zu der Straße verläuft, auf der mich Waze abgesetzt hat. Der Durchgang zwischen Straße und Fußweg war in der anderen App auch gut zu erkennen, in Waze war da gar nix. Bei so einer Situation halte ich es natürlich für schädlich, wenn Waze versucht, mich in den Fußweg hineinzurouten, die Info, wo sich der Weg befindet, hätte ich dann aber schon gerne. Daher eben die Regelung “einzeichnen, aber nicht anschließen”. Wenn ich allerdings - und das habe ich auch schon erlebt - komplette Parkanlagen mit getrennten Fuß- und Radwegen finde, dann fliegen die raus.
Nutzer und Editoren, unser Straßensystem und der Verkehr haben alle eine hohe Komplexität, das lässt sich dann leider nicht auf sowas wie “10 Gebote” herunterbrechen. Und wenn wir das Editieren leichter machen, am Ende aber keiner die App mehr nutzt, weil andere Navis deutlich mehr Funktionalität bieten, ist uns auch nicht geholfen. Wer an der Karte mithelfen will, ist mehr als herzlich eingeladen. Aber etwas mehr Komplexität als Malen-nach-Zahlen hat eine Navi-Karte dann schon 
Sehr gut bemerkt, auch die AM’s sind Ansprechpartner, wenn es um Fragen zum Editieren geht und nach ein paar Wochen mit Chat-Mentoring gibt es inzwischen schon L1-Editoren, die anderen ihr Wissen weitergeben. Wenn man im Chat dann auch noch private Chaträume aufmachen kann (soll zumindest kommen), wird es sicher auch noch etwas einfacher. CM heiß, dass wir eine gewisse Verantwortung tragen, aber nicht, dass wir den Laden alleine schmeißen müssen 
Gruß Jan