Weil das gerade so gut geklappt hat mit dem anderen Änderungsvorschlag, will ich gleich noch einen unterbreiten:
Es gibt bei POI unter “Speisen und Getränke” eine Kategorie, die übersetzt wurde mit “Lebensmittelbereich”. Es ist mir aufgefallen, dass diese Übersetzung von den meisten nicht oder missverstanden wird. Auf den ersten Blick, sieht der Begriff ja so aus, als würde jeder Gemüseladen bestimmt da hineingehören, aber dem ist ja nicht so.
Das Original hierzu heißt “Food Court”. Wie es in A oder CH ist, weiß ich nicht sicher, aber in D bin auf ich sofortiges Verständnis gestoßen mit dem Wort “Fressmeile”, aber das ist mir als Übersetzung hier zu umgangssprachlich. Es ist mir aufgefallen, dass der Begriff in anderen Ländern gerne unübersetzt übernommen wird. Auch auf Deutsch gibt es mittlerweile den Begriff “Food-Court”. Trotzdem bin ich davon kein Fan, auch weil ich bei einer kleinen Umfrage in meinem Umfeld festgestellt habe, dass dieser Begriff vielen auch nicht geläufig ist. Meine kleine Befragung ergab eine Vorliebe für eine andere Übersetzung, die ich nun als Lösung vorschlagen möchte.
Statt “Lebensmittelbereich” würde ich “Gastronomiebereich” vorschlagen. Diese Übersetzung wäre sprachlich korrekt und weniger missverständlich. Auch dieser Begriff ändert nichts daran, dass diese Bereiche hier nicht so häufig vorkommen, wie z.B. in den USA, aber die kleine Änderung hilft trotzdem (neuen) Editoren, weil die Versuchung wegfallen würde, darunter irrtümlicherweise eine Getränkehalle oder einen Metzger oder Gemüseladen zu packen.
Danke sehr für deine Antwort! Meine Stichprobe war bestimmt nicht repräsentativ genug und zu wenig urban. Mit “Food-Court” (noch nicht im Duden angetroffen, aber eingedeutscht wohl mit Bindestrich zu schreiben) könnte ich auch gut leben. Mein primäres Augenmerk liegt auf Unmissverständlichkeit.
Sicherlich gibt es immer Abgrenzungsfragen. Es gibt Leute, die McDoof als Restaurant bezeichnen. Ich persönlich würde es eher in die Kategorie Müllverwertung packen. Das ist aber alles nicht dasselbe wie “Lebensmittelbereich”, was geradezu prädestiniert ist, missverständlich zu sein. Ich kenne echt keinen, der darunter ein “Food-Court” versteht. Und sollte das Ziel einer sprachlichen Erfassung nicht doch Verständlichkeit sein?
Mein Vorschlag für eine andere Übersetzung wird in der Tat nicht alle Missverständnisse ausräumen. Aber wenn wir mit einem Vorschlag ein Missverständnis ausräumen können, wäre ich dafür. Dann können wir danach immer noch gucken, wo wir vielleicht noch weiter verbessern können. Sich dem Ziel schrittweise zu nähern finde ich persönlich besser als resigniert stehen zu bleiben, weil einem noch andere Probleme einfallen.
Bei Kategorien habe ich schon vor Jahren resigniert. Die wenigsten funktionieren in der App. Und niemand sucht in der App nach Verwaltung, Food-Court oder Kunstgalerie. Dafür gibt es Google und dann sucht man nach dem expliziten POI.
Zu “McDoof” - Restaurant eher nicht, Fast-Food würde besser passen. Was man persönlich von etwas hält, das sollte ins Editieren nicht unbedingt einfließen
Alles, was du hier sagst, ist m.E. richtig. Trotzdem gibt es nun einmal die Kategorien und vielleicht werden die ja irgendwann doch wichtig oder wenigstens nützlich für die User. (Wie dieses Kästchen “Art des Parkplatzes ändert abhängig von Tageszeit”, das es ja auch noch gibt…) Bis dahin wäre es doch gut, die Kategorien sinnvoll zu gestalten, dachte ich. Außerdem muss ein Editor ja irgendeine Kategorie auswählen. Und alles auf Spielplatz soll auch keine Lösung sein
Siehe es mir nach, ich bin noch nicht so lange dabei und arbeite aus deiner Sicht bestimmt noch so etwas aus der Froschperspektive, aber ich mag es gerne strukturiert und mit sinnvollen Regeln, die man im Idealfall intuitiv versteht. Und da dachte ich, fange ich mal an beim niedrig hängenden Obst. Demnächst wollte ich noch was einbringen zu “Punkt oder Fläche?”, aber das gehört thematisch nicht hierher, in Lokalisierung, da musste woanders sagen, dass ich mir überflüssige Gedanken mache. :lol:
Das ist doch das tolle hier: Jeder kann sich einbringen und mit verschiedenen Ideen Diskussionen fördern und eingerostetes wieder lösen - egal ob neu oder alteingesessen
Ich habe weder dich noch die Idee kritisieren wollen, ich wollte nur auf einen weiteren Schwachpunkt hindeuten. Hätte ich die Non-Plus-Ultra Übersetzung und/oder hätte die Weisheit mit Löffeln gegessen, hätte ich das bestimmt schon kundgetan
Ultimativ mögen die Vorschläge für die Übersetzung nicht sein, ich halte sie alle für besser als “Lebensmittelbereich”. Keiner, mit dem ich darüber sprach, versteht darunter ein Food Court.
Nur um deine Position klar zu bekommen: bist du für das Beibehalten von “Lebensmittelbereich”? Wenn ja, warum? Wenn nein, hast du eine Vorliebe für die eine oder andere alternative Übersetzung? (Auch wenn die nicht ultimativ sind, könnte einer davon vielleicht die Zeit überbrücken bis uns die ultimative Lösung einfällt.)
Ein Lebensmittelbereich ist für mich ein Bereich in dem es Lebensmittel zu kaufen gibt, mit denen man seinen Kühlschrank oder die Vorratskammer füllt. Als Ostdeutscher würde ich es Konsum oder Lebensmittelmarkt nennen wollen, womit hier scheinbar ein Missverständnis entsteht.
Demnach würde ich Lidl, Aldi und den Tante Emma Laden dort einordnen. Keinesfalls eine Gastronomie.
Ich habe keine Präferenz und nach wie vor aus der Suppe der Weisheit nur mit einer Gabel gegessen.
Food Court ist nicht optimal, aber allemal besser als Lebensmittelbereich.
Wir werden deinen Vorschlag im Localization Team besprechen. Und wenn dort auch keiner einen besseren Einfall hat, wird es das dann vermutlich auch werden
Gastronomiebereich fände ich wieder zu offen. Da könnte man auch wieder drauf kommen irgendwelche Sachen dazu packen.
Eine 1:1 Übernahme ist hier vermutlich am sinnvollsten, da es kein passendes deutsches Wort dafür gibt. Das Modell kommt halt aus den USA. Wenn ich so überlege wo in Deutschland ein Food-Curt ist, meist ist es in größeren Shopping Malls (CentrO Oberhausen, etc.), Bahnhöfe…
Im Gegensatz zu den USA und Frankreich wo es die ja manchmal sogar eigenständig gibt.
Was denn z.B.? Was ich mir vielleicht vorstellen könnte, wären größer angelegte Restaurantbereiche, die fälschlicherweise darunter gezählt werden könnten.
Aber eigentlich klärt sich das wiederum damit, dass wir dafür eine spezielle Kategorie haben
Das finde ich sehr treffend beschrieben. Obwohl “Bereich” mehrere Bedeutungen hat, ist diese i.d.T. die Erste, die einem einfällt. Das ist wohl auch die Hauptquelle der Missverständnisse mit “Lebensmittelbereich”. Da wäre Gastronomiebereich also auch nur eine halbe Lösung.
Obwohl ich an sich lieber Anglizismen vermeiden würde und Denglisch meistens zum Fürchten finde, bin ich überzeugt. Ich sattele um und bin jetzt auch für “Food Court”.
Falls ich jemals nach so etwas suchen sollte in der App, würde ich wahrscheinlich als erstes Food court probieren. In der CH ist sowas aber nahezu inexistent.
Eine Kategorie, die ich in meiner Vergangenheit noch nicht wirklich benutzt habe.
Das liegt wahrscheinlich daran, dass es unklar ist, was mit der Kategorie (und der deutschen Übersetzung) gemeint ist.
Pragmatischer Ansatz: Ich würde gerne ein paar Anwendungsfälle sehen und verstehen wollen, wo wir diese Kategorie in DE benötigen.
In einer Einkaufsmeile kann man die individuellen Gastronomiebetriebe einzeln als “Restaurant” oder “Fast Food” klassifizieren.
Welche anderen/weiteren Geschäfte würden unter “Food Court” fallen? Für mein Verständnis sind das tatsächlich Bereiche (=Flächen/Zonen), bei denen man etwas zu Essen/Lebensmittel bekommt. Haben wir das?
Wenn wir keine Anwendungsfälle dafür haben, kann man diesen Eintrag auch einfach “ausklammern” und entspr. dokumentieren, weil für DE nicht relevant.
Das Problem ist wir haben sowas, zumindest tlw. in DE, ist aber meist in anderen Geschäften bzw. Einkaufszentren drin.
Ich verlinke hier mal auf die Wikipedia, da sind wenige Beispiele für DE genannt: https://de.wikipedia.org/wiki/Food-Court
Unter der Runden Kuppel hier https://waze.com/de/editor?env=row&lat=51.49161&lon=6.88051&marker=true&zoomLevel=19 wäre die Coca-Cola Oase, das ist ein Food-Curt, ist ein Bereich innerhalb des Westfield Centro.
Wenn man die Kategorie nutzt, würde man also nun hier eine Fläche mit dem Namen Coca-Cola Oase eintragen. Dann würden die entsprechenden Restaurants bzw. Imbissbuden noch als Punkte einzeln dazu kommen. Hier würde das mit dem Mappen sogar funktionieren da die einen eigenen Namen hat.
Das in der Wikipedia Erwähnte Food Curt in der Skyline Plaza in Frankfurt, hat tlw. schon die Restaurants bzw. Imbisse einzeln gemappt. Das Ding hat aber zumindest der Wikipedia nach keinen eigenen Namen, wie z.B. das Ding in Oberhausen und wäre damit ja nur als Fläche ohne Name darüber mappbar. (Macht das Sinn?)
Das wären jetzt die Beispiele von der Wikipedia über die ich beim ersten schon real gestolpert bin und beim zweiten zumindest im Editor. Die anderen müsste ich jetzt noch suchen.
Ich finde es schwierig, in einen Einkaufszentrum noch eine Fläche dran zu bauen. In Oberhausen sollte die CocaCola Oase wenn dann als Punkt gesetzt werden.
Es gibt ein paar Läden, die rein aus Restaurant-Buden bestehen, ohne dass sie teil eines Mall sind und ohne dass hier die großen Player wie Mäkkes etc. vertreten sind.
Wahrscheinlich kann das aber auch als Fast Food oder Restaurant gemappt werden. Auch die würde ich persönlich aber als Punkt eintragen.
Dennoch wäre ich für eine Umbenennung der Kategorie in Foot-Curt, wenn international das mit dieser Kategorie gemeint ist. Weil leider wird “Lebensmittelbereich” oft falsch interpretiert. Ausklammern kann man es dann immer noch.