Beim durcharbeiten der diversen Warnungen und Fehler in meinem Gebiet stoße ich immer wieder auf Straßen, die “Separate to two one-way roads” sind. Bei Autobahnen macht das durchaus Sinn, auch bei anderen Straßen, die baulich getrennt sind.
Soll ich nun alle Straßen, die nicht baulich getrennt sind wieder vereinen?
Sollen auch Straßen, die “nur” eine doppelte Mittellinie haben und mehrere Spuren pro Richtung, aber keine wirkliche bauliche Trennung, auch getrennt oder doch lieber vereinigt in Waze geführt werden? Die Trennung bringt einige Probleme mit sich, vor allem bei den Kreuzungen dann.
Gibt es dafür eigentlich auch eine einfache Möglichkeit oder muss ich da wieder selbst herumbasteln?
Meist passt es so, wie es bei Google Maps ausgeführt ist. Ich würde Straßen, die nicht baulich getrennt sind, nicht wieder vereinen, eher umgekehrt: noch weitere trennen, wenn man genug Zeit dazu hat. Die getrennte Führung entspricht ja exakter der Wirklichkeit, wenn es auch etwas mehr Arbeit bei Kreuzungen macht. Das heißt, man bekommt unterwegs dann eher die richtigen Anweisungen zum Abbiegen oder zeitgerechtem Einreihen links od. rechts. Dafür ist es sogar oft gut, Fahrspuren wie getrennte Straßen auszuführen, die abbiegende Straße sozusagen in die Abbiegespur vorzuziehen. Bei komplizierten Kreuzungen mit fusionierten Straßen sind die Abbiegekommandos sonst nicht ausreichend genau. Es kann dann vorkommen, dass man plötzlich von ganz rechts nach links müsste. Bei Google Maps sind meist Straßen mit Sperrlinie ab ca. 5 Fahrspuren getrennt geführt. Einen Anhaltspunkt kann auch OSM bieten. Wie wir im WIKI scharfe Kriterien dafür formulieren sollen, ist mir noch nicht ganz klar. Ich neige eher zu mehr Getrennt-Führung aus Erfahrung beim Befahren selbst editierter Kreuzungen. Ziel muss sein, dass die Abbiegekommandos und Einreihungskommandos immer zeitgerecht kommen.
Ich möchte Anmerken, dass es zusätzlich auch auf die reale Fahrbahn(straßen)breite ankommt. Ich habe jetzt schon mehrmals erlebt, dass geteilte Richtungsfahrbahnen in Cartouche von den automatischen Updates verpfuscht wurden, weil eben die GPS-Tracks der Wazer nicht exakt auf der richtigen Position waren (oder wohl eher die gezeichneten Straßen). So passiert es, dass Autobahnen plötzlich nicht mehr “one way”, sondern “two way” sind, und sich Kreuzungspunkte verschieben.
Fazit: Ich habe mich bislang auf an die Komplexität von Goo-Maps und OSM angehalten, werde das aber wo es geht in Cartouche lieber einfacher abbilden.
Mein Vorschlag wäre, wenn die beiden Straßenseiten Baulich getrennt sind, entweder durch leitplanken, einen Grünstreifen, Betonwänden oder sonstiges, dann kann man das auch in der MAP so abbilden.
Wenn allerdings eine Bundesstraße nur durch eine Sperrlinie getrennt aber trotzdem 2 Spuren in jede Richtung hat, dann bleibt es eine Straße und das Häckchen “Sperrlinie” wird einfach gesetzt.
Meiner Erfahrung nach funktioniert das besser, wenn die WAZE Karte möglichst simpel ist, ohne so einfach zu sein, dass ortsfremde auf falsche Fahrbahnen gelotst werden. Bei getrennten Fahrbahnen habe ich schon sehr oft gesehen, dass bei einer der beiden die Einbahn in eine 2-Spur Einstellung geändert wurde, und bei Kreuzungen ist die korrekte Einstellung für Gelegenheitsuser sehr komplex (mehr Arbeit für die AMs)
Ich würde die Vorschäge von pocki und Blackbird81 eigentlich als durchaus verwendbar ansehen.
Bauliche Trennung -> 2 getrennte Bahnen
Breite Fahrbahn mit (doppelter) Sperrlinie -> Häkchen “Separating Line” setzen
ansonsten eher eine Fahrbahn mit korrekt gesetzten Abbiegeregeln bei Kreuzungen
Sonderfälle, die einfach besser getrennt funktionieren, darf und soll es natürlich immer geben dürfen
ich spreche mich auch dafür aus, das möglichst simpel zu halten. Zwei getrennte Fahrstreifen sind viel aufwand, vor allem im Stadtbereich. Ich würde sogar soweit gehen, dass man innerstädtisch, wo größere Straßen durch einen Grünstreifen getrennt sind, eher auch nur eine Spur mit “Seperating Line” angehakt zieht. Zwei Fahrstreifen passen gut bei Autobahnen und Schnellstraßen oder halt dort, wo eine Bundesstraße sich wirklich mal in zwei Einbahnen aufteilt (wie etwa hier: http://world.waze.com/cartouche/?zoom=5&lat=48.35438&lon=14.41753&layers=BTFTFFFFTFFFFFFFFFTTTT). Ansonsten wirds wirklich schwierig. Wenn man die Turns entsprechend ordentlich macht und halt das Abbiegen dort verhindert, wo es aufgrund eines Grünstreifens nicht möglich ist, dann wird auch niemand falsch geleitet.
Ich wollte nur noch zusätzlich anmerken, dass, wenn man wie von ZW4020 vorgeschlagen alles, auch Straßen die nicht baulich getrennt sind, als 2 Einbahnstraßen führt, die Wartung sehr stark verkompliziert wird, und es auch sehr häufig zu Kartenfehlern (Nummer 4, Road shorter than 10m) kommt.
Da die GPS Auflösung auch nur sehr selten (bei Handies schon gar nicht) besser als 10m ist, bringt das nichts und automatische Kartenupdates ruinieren das alles, indem eine der Einbahnspuren automatisch zu einer 2-way street gemacht wird.
Edit: Detailtreue in Ehren, aber jede Abbiegespur zu modellieren bringt in Waze echt nix. Wer solche Ambitionen hat, möge sich doch in OSM austoben. Die stehen auf genaue Details
Die “Seperating line” sollte nicht so viel wie möglich verwendet werden.
Beim ausfarten (ramps) ist es gut, aber wenn es an Kreuzungen verwendet wird, ist es nicht möglich, nach links abzubiegen.
Das ist der einzigen function von ‘seperating line’.
Habe den aktuellen Stand Eurer Meinungen nun im Waze-Wiki “Straßen zuordnen und benennen” zusammengefasst und eingepflegt, im Forum von Deutschland habe ich dazu keine Diskussionen gefunden:
Wenn die beiden Richtungsfahrbahnen baulich (z.B. mit erhöhten Randsteinen, Leitschienen oder Grünstreifen) getrennt sind, soll eine Trennung in 2 Einbahnstraßen erfolgen.
Im Fall einer breiten Fahrbahn mit Sperrlinie (ohne bauliche Trennung) sollte das Häkchen “Separating Line” gesetzt werden.
Da “Separating Lines” an Kreuzungen verhindern, nach links abzubiegen, darf an Stellen im Bereich mit Linksabbiegeerfordernis keine “Separating Line” gesetzt werden.